Immunglobulin-Leichtketten freie Leichtketten im Serum (Ig-Leichtketten Typ kappa/lambda)


Probenmaterial

Serum - 0.5 ml

  • Vacutainer
  • Monovette mit Trenngel für Serum

Indikation
- V.a.monoklonale Gammopathie (auch bei fehlendem Nachweis eines monoklonalen Proteins in der Immunfixation), Leichtkettenmyelom (ca. 15 % der Myelome), nonsekretorisches Myelom, AL-Amyloidose
- Therapiekontrolle bei Plasmozytom
- Überwachung von MGUS (monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz)

Methode
Immunnephelometrie

Bearbeitungsfrequenz
werktäglich (Mo - Fr)

Nachforderung
innerhalb von 5 Werktagen möglich

Die Bestimmung im Serum erfasst selektiv die freien (ungebundenen) Leichtketten. Im Urin werden die freien und die an Schwerketten gebundenen Leichtketten gemessen.
Die Bestimmung der freien Leichtketten im Serum kann vor allem bei der Diagnose und Verlaufskontrolle von Erkrankungen hilfreich sein, die oft keinen Gradienten in der Serumeiweißelektrophorese und auch kein monoklonales Protein in der Serumimmunfixation zeigen (siehe oben). Nach Therapie eines Plasmozytoms zeigt ein normaler kappa/lambda-Quotient und eine Konzentrationsabnahme der freien Leichtketten im Serum aufgrund der geringen Halbwertszeit von 2 bis 6 Stunden schneller eine komplette Remission an als die Bestimmung der Immunglobuline (Halbwertszeit von IgG bis zu 3 Wochen). Ältere Menschen weisen häufiger als junge eine monoklonale Gammopathie auf, ohne dass ein Myelom vorliegt (monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz, MGUS; Prävalenz über 5 % bei Alter über 70 Jahre). Bei pathologischem kappa/lambda-Quotienten ist die Progressionsrate hin zur Malignität signifikant erhöht.

REFERENZBEREICH
freie Ig-Leichtketten, Typ kappa 3.3 - 19.4 mg/l
freie Ig-Leichtketten, Typ lambda 5.7 - 26.3 mg/l
kappa/lambda-Quotient 0.26 - 1.65