Cortisol


Probenmaterial

Serum - 0.3 ml

  • Vacutainer
  • Monovette mit Trenngel für Serum
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Speichel - 0.5 ml

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24 h-Urin - 1 ml

bitte Abnahmezeit/-datum angeben

Methode
LIA

Bearbeitungsfrequenz
werktäglich (Mo - Fr)

Nachforderung
innerhalb von 5 Werktagen möglich

Störfaktoren
Kaffee vor der Blutabnahme, Prednison- und Prednisolon-Therapien (aber nicht Dexamethason-Therapie) interferieren mit der Cortisolbestimmung (wegen starker Kreuzreaktivität)

Erhöht im Serum: Stress, Hypoglykämie, Östrogene, Gravidität, NNR-Überfunktion (Cushing-Syndrom, Ursachen: NNR-Adenom, -Karzinom, ACTH-Überproduktion im HVL oder ektopisch bei Lungen- Tumoren), Alkoholismus, endogene Depression, Adipositas
Erniedrigt im Serum: M. Addison, HVL-Insuffizienz, AGS, bei Dexamethason- Therapie
Erhöht in Speichel, Urin: Cushing-Syndrom Plasmacortisol ist größtenteils proteingebunden, ca. 90 % an Transcortin, 7 % an Albumin. Nur das ungebundene, freie Cortisol ist biologisch aktiv. Mit der Konzentration des freien Cortisols im Plasma korreliert die Cortisolkonzentration im Speichel, die wie die Konzentration im Plasma einen diurnalen Rhythmus aufweist. Zwar ist diese 10-35 % niedriger als im Plasma, die Spiegel sind aber besser bestimmbar, da im Speichel kein gebundenes Cortisol vorliegt. Die Konzentration im Speichel wird daher nicht durch Veränderungen der Transcortinkonzentration beeinflußt, wie sie in Schwangerschaft, bei Hypothyreose, nephrotischem Syndrom oder der Gabe von Kontrazeptiva beobachtet wird. Cortisol im 24 h-Sammelurin korreliert mit der Cortisol-Tagesproduktion. Von dem täglich gebildeten Cortisol werden ca. 0.5 % in freier, nicht metabolisierter Form ausgeschieden.
Eine Therapie-Kontrolle ist nur bei Gabe von Cortisol (Hydrocortison) selbst bzw. Cortison möglich. Cortison wird in der Leber zu Cortisol metabolisiert.

REFERENZBEREICH
Serum
morgens vor 10 Uhr 37 - 194 μg/l
abends nach 17 Uhr 29 - 173 μg/l
Speichel
6 - 10 Uhr 0.9 - 10.4 μg/l
20 - 24 Uhr 0.2 - 3.4 μg/l
Urin 4 - 176 μg/24 h