PSA-gesamt (Prostata-spezifisches Antigen,)


Probenmaterial

Serum - 0.3 ml

  • Vacutainer
  • Monovette mit Trenngel für Serum

Methode
LIA, Abbott (WHO-Kalibration), äquimolares Erkennen von freiem und gebundenem PSA, untere Nachweisgrenze 0.01 µg/l.

Bearbeitungsfrequenz
werktäglich (Mo - Fr)

Nachforderung
innerhalb von 5 Werktagen möglich

Halbwertszeit
2 - 3 d

Einflussgrössen
Therapie mit 5α-Reduktase-Hemmern, Antiandrogenen, LHRH-Agonisten; Prostata-Palpation; der PSA-Wert kann nach akuter Prostatitis, transrektaler Nadelbiopsie, akuter Harnverhaltung und Prostata-Operation erhöht sein.

Vorsorge: Die Früherkennungsmaßnahmen der GKV zum Prostatakarzinom sind auf die klinischen Untersuchungen beschränkt. Die Bestimmung des PSA wurde bislang aufgrund des Fehlens evidenzbasierter Studien nicht in das Programm aufgenommen. Entsprechend der Leitlinie 'Prostatakarzinom' der DGU sollte bei Männern ohne erhöhtes Risiko für ein Prostatakarzinom, die eine Früherkennungsuntersuchung wünschen, ab dem 45. Lebensjahr die Bestimmung des PSA neben der digital-rektalen Untersuchung angeboten werden, weil dadurch die Sensitivität gesteigert wird.
Werte über 2.0 μg/l (nach WHO-Kalibration) sollten in einem Intervall von 1 Jahr kontrolliert werden. Kontrollierte Werte über 4.0 μg/l (WHO-Kalibration) bei einer erstmaligen Früherkennungsuntersuchung sollten einer weiteren Abklärung unterzogen werden. Grenzwertige Ergebnisse (4-10 μg/l), die durch eine benigne Prostatahyperplasie bedingt seien können, lassen sich zusätzlich durch die Bestimmung des freien PSA differenzieren. PSA-Werte über 10 haben eine hohe Spezifität gegenüber der benignen Prostata-Hyperplasie (BPH). Normale Werte schließen ein Prostata-Karzinom nicht aus. Als Grenzwert für die PSA-Anstiegsgeschwindigkeit, ab dem eine weitere Abklärung erfolgen sollte, werden in der Leitlinie Anstiege zwischen 0.35 und 0.75 μg/l pro Jahr angegeben. Bei Kontrollen sollte stets derselbe Test zum Vergleich verwendet werden. Höhere Werte als in Ruhe werden nach körperlicher Aktivität und Ejakulation gefunden.
Tumormarker nach Prostata-Resektion: 1 - 3 Monate nach einer totalen Resektion sollte der PSA-Wert nicht mehr nachweisbar sein. Anstiege weisen auf weitere Aktivität hin.
Erhöht: Prostata-Ca, Prostatitis.

REFERENZBEREICH - 4 μg/l