Lactoseintoleranz-Gentest


Probenmaterial

EDTA-Blut - 1 ml

  • Vacutainer mit EDTA für Blutbild etc.
  • Monovette mit EDTA

Indikation
V. a. Lactoseintoleranz, Verdauungsstörungen unbekannter Ursache

Methode
realtime PCR mit Schmelzpunktanalyse

Bearbeitungsfrequenz
werktäglich (Mo - Fr)

Nachforderung
innerhalb von 5 Werktagen, nur wenn bereits separates Material für eine andere PCR vorliegt

Häufigste Form einer Lactoseunverträglichkeit ist der primäre Lactasemangel des Erwachsenen (late onset). Bei dieser Form ist die Lactaseaktivität im Kindesalter noch vollständig vorhanden und nimmt im Laufe des Lebens stark ab. Für die Unterschiede in der Lactaseaktivität ist eine genetische Variation (C/T-13910) verantwortlich. Der Genotyp -13910 CC weist auf eine genetische Anlage für eine Lactoseunverträglichkeit hin (ca. 15 % der deutschen Bevölkerung). Bei den Genotypen TT oder C/T (insgesamt ca. 85 % der Bevölkerung) dagegen ist die Lactaseaktivität ausreichend.
Eine Lactoseunverträglichkeit kann auch durch einen sehr seltenen kongenitalen Lactasemangel, der sich bereits in der Neugeborenenperiode manifestiert, bedingt sein oder durch einen sekundären Lactasemangel, z. B. bei Zöliakie, Morbus Crohn, Pilz- oder bakeriellen Infektionen, nach Zytostatikagabe oder Antibiotikatherapie.
Eine weitere Ursache für eine Milchunverträglichkeit kann eine Milcheiweißallergie sein.