Interleukin 6 (IL6)

Analyse


Probenmaterial

Serum - 0.5 ml

  • Monovette mit Trenngel
  • Vacutainer mit Trenngel

Indikation

- Klinischer Verdacht auf Sepsis

- Früherkennung postoperativer Komplikationen

- Bestimmung des Ausmaßes von posttraumatischen Frakturen und Weichteilschäden


Methode
LIA

Bearbeitungsfrequenz
täglich im Notfalllabor (Probenabgabe werktäglich zwischen 8.00 und 18.00 Uhr auch im Hauptlabor möglich)

Nachforderung
nur am Tag der Einsendung möglich

Das Zytokin Interleukin 6 (IL6) ist der Hauptmediator der Akute-Phase-Reaktion bei Entzündungen. Es wird von Makrophagen/Monozyten und von Endothelzellen gebildet. Es aktiviert T- und B-Lymphozyten und induziert die Bildung der Akute-Phase-Proteine in der Leber. Der IL6-Anstieg im Plasma ist ca. 1 - 2 Tage früher als der CRP-Anstieg nachweisbar und geht der klinischen Symptomatik voraus. Der negative prädiktive Wert liegt bei über 90 %, d.h. IL6-Konzentrationen im Referenzbereich schließen eine Sepsis mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Darüber hinaus korreliert die IL6-Konzentration im Plasma mit der Schwere von Knochenbrüchen und dem Ausmaß der Weichteilschädigung nach einem Trauma.


REFERENZBEREICH < 5.9 ng/l
Neonatologie
< 50 praktisch sicherer Ausschluss einer Entzündung/Infektion bei neg. CRP
50 - 150 Infektion bei neg. CRP unwahrscheinlich, Patient evtl. kontrollbedürftig bei klin. Symptomatik
150 - 300 Patient kontrollbedürftig bei klin. Symptomatik
> 300 meistens behandlungsbedürftig
Allgemein
akute Inflammation
< 150 lokale Entzündung
> 150 Hinweis auf systemische Entzündung
> 1000 hohes Risiko einer schweren Sepsis, v.a., wenn Werte > 3 Tage persistieren