CRP (C-reaktives Protein)


Probenmaterial

Serum - 0.3 ml

  • Vacutainer
  • Monovette mit Trenngel für Serum

Methode
Immunturbidimetrie

Bearbeitungsfrequenz
täglich (Sa/So/F im Notfalllabor)

Nachforderung
innerhalb von 5 Werktagen möglich

Halbwertszeit
19 h

Störfaktoren
Rheumafaktoren, Lipämie

Funktion: Bindung von exogenen und endogenen Substanzen, die toxisch sein könnten; Begünstigung ihrer Entfernung aus dem Blut
Syntheseort: Leber; Stimulation durch IL-6; Bildung bis über 1 g/d; Zeit bis zum Anstieg nach akutem Ereignis (z.B. Trauma) 6 h; Maximum nach 48 h; Verdopplungszeit 8 - 10 h (bei chirurgischem Eingriff); Kinetik der CRP-Antwort: Plasmakonzentration folgt der inflammatorischen Aktivitätsänderung nach 12 - 24 h, Halbwertszeit 19 h
Bei chronischen Entzündungen erfolgt Herunterregulierung. Die Höhe des CRP korreliert mit der Masse des betroffenen Gewebes und der Entzündungsaktivität:
- 10 - 50 mg/l: milde Entzündung; lokal begrenzter bakterieller Infekt, Zystitis, Abszess, Herzinfarkt, Venenthrombose, Tumoren, viraler Infekt
- 50 - 100 und über 100 mg/l: z.B. bakterieller Infekt
Serumkonzentrationen des C-reaktiven Proteins im Bereich, der bezüglich Infektionen, Tumoren oder rheumatischen Erkrankungen als normal gilt (unter 5 mg/l), beeinflussen bzw. sind Ausdruck des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Das sog. CRP-hochsensitiv (CRPhs) wird als ein den bekannten kardiovaskulären Risikofaktoren (LDL-Cholesterin, Homocystein, Lp(a)) gleichwertiger Faktor angesehen. Die individuelle Basiskonzentration des CRPhs bleibt über einen langen Zeitraum hinweg unter der Voraussetzung stabil, dass weder Infektionen noch ein akutes Trauma vorliegen. Die Messung sollte daher frühestens 2-3 Wochen nach einer akuten Infektion durchgeführt werden. Ferner empfiehlt es sich, die Messung im Abstand von 4 Wochen zu wiederholen. Der niedrigere der beiden CRP-Werte wird dann verwendet, um das kardiovaskuläre Risiko einzuschätzen.
KARDIOVASKULÄRE RISIKOABSCHÄTZUNG MITTELS CRPhs
CRPhs (mg/l) kardiovaskuläres Risiko
unter 1 niedriges Risiko
1 - 3 mittleres Risiko
über 3 erhöhtes Risiko

REFERENZBEREICH 5 mg/l
Alarmgrenze
(sofortige Benachrichtigung per Telefon/Telefax)
> 200 mg/l