Clostridioides difficile


Probenmaterial

Stuhl - 1 g


Methode
GDH-Nachweis (EIA), ggf. Toxin A/B (EIA), ggf. Toxin B-Gen (PCR)

Bearbeitungsfrequenz
werktäglich (Mo - Fr)

Nachforderung
nicht möglich

Erreger Meldung
Meldung namentlich an das Gesundheitsamt durch den behandelnden Arzt bei: schwer verlaufenden Fällen (stationäre Aufnahme zur Behandlung einer ambulant erworbenen C. difficile-assoziierten Diarrhoe (CDAD), Aufnahme oder Verlegung auf eine Intensivstation zur Behandlung einer CDAD oder ihrer Komplikationen, Durchführung einer Kolektomie aufgrund eines Megacolons, einer Darmperforation oder einer refraktären Kolitis oder Tod innerhalb von 30 Tagen nach Diagnosestellung mit CDAD als Ursache) oder bei mindestens 2 Erkrankungen mit epidemischem Zusammenhang

Diarrhöen unter bzw. nach Antibiotikatherapien sind verdächtig auf C. difficile-Infektionen. Krankheitsauslösend wirken die Virulenzfaktoren Enterotoxin A und Cytotoxin B. Pathogene Stämme produzieren zumeist beide Toxine, einige Stämme aber auch nur Cytotoxin B. Diese Toxine verursachen eine pseudo-membranöse Enterocolitis. Bei gesunden Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren ist in 20 - 50 % der Fälle C. difficile kulturell, und bei einem Teil davon C. difficile-Toxin nachweisbar.

Diagnostisches Vorgehen:

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Screeningtest ist der Nachweis der C. difficile spezifischen GDH (Glutamat-Dehydrogenase). Weitere Diagnostik ist nur bei deren positivem Nachweis erforderlich.