Inkubationszeit: 2-10 Tage, meist 3 bis 4 d
Bei Verdacht auf Meningokokkenmeningitis ca. 5 ml nativen Liquor in sterilem Schraubröhrchen, ggf. zusätzliche Liquor in Blutkulturflasche füllen, beide Proben sofort ins Labor bringen lassen, das Labor während des Transports verständigen! Zusätzlich Blutkultur, da häufig auch Meningokokkensepsis.
Zirka 10% der Bevölkerung sind symptomlose Träger von Meningokokken im Nasenrachenraum, nur bekapselte Stämme sind pathogen. Schwere Infektionen treten als Sepsis (Waterhouse-Friderichsen-Syndrom mit massiven Hämorrhagien in der Haut und in inneren Organen) oder als Meningitis auf. Selten verursachen Meningokokken auch eine Pneumonie, Otitis media oder eine Arthritis.
Ansteckungsfähigkeit: Bis zu 7 Tage vor Beginn der Symptome und bis 24 Stunden nach Beginn einer wirksamen antibiotischen Therapie.
Nach Exposition: Bei unmittelbaren Kontaktpersonen bei Ausbruch einer Meningokokkenmeningitis Prophylaxe mit Rifampicin, Ceftriaxon (nur i.m.) oder Ciprofloxacin
Rückkehr zur Schule und in Gemeinschaftseinrichtungen: Nach Abklingen der klinischen Symptome.