Übertragung durch Zeckenstich (Ixodes ricinus). Die Übertragung auf den Menschen erfolgt überwiegend in der warmen Jahreszeit (Mai bis Oktober). Nur 3.5% aller Zeckenstiche führen zu einer Borrelieninfektion, unter anderem in Abhängigkeit von der Dauer der Blutmahlzeit bis zum Entfernen.
Stadium I: Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich Erythema migrans (sofortige Exantheme sind meist allergischen Ursprungs): IgM in bis zu 90%, IgG in bis zu 50% der Fälle positiv. Untersuchungsmaterial: Serum, Anforderung:
Borreliose Antikörper-Nachweis; Hautbiopsie: PCR
Stadium II: Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich lymphozytäre Meningoradikulitis oder Karditis, Myositis: IgM in bis zu 70% der Fälle, IgG in der Regel positiv. Untersuchungsmaterial: Serum, Liquor (
Borreliose Liquor-Serum-Antikörperindex,
CXCL 13, ggf. PCR)
Stadium III: Monate bis Jahre nach dem Zeckenstich Acrodermatitis chronica atrophicans, Lyme-Arthritis (v.a. Kniegelenk): IgM nur in bis zu 7% der Fälle, IgG in der Regel positiv. Untersuchungsmaterial: Serum, Liquor (
Borreliose Liquor-Serum-Antikörperindex,
CXCL 13, ggf. PCR), Synovialflüssigkeit (PCR)