Quecksilber (Hg)


Probenmaterial

EDTA-Blut - 1 ml

  • Vacutainer mit EDTA für Blutbild etc.
  • Monovette mit EDTA

Spontanurin - 10 ml

  • Urinröhrchen ohne Zusatz

Indikation
V.a. akute oder chronische Intoxikation. Mit der Bestimmung im Urin wird vorwiegend anorganisches Hg, z.B. aus Amalgamfüllungen sowie von länger zurückliegenden Expositionen erfasst. Die Bestimmung aus Vollblut wird durchgeführt bei V.a. Exposition mit organischen Hg-Verbindungen.

Methode
AAS

DIESE UNTERSUCHUNG WIRD IN EINEM FREMDLABOR DURCHGEFÜHRT
Unterauftrag (Analyse wird in einem auswärtigen Labor durchgeführt. Unabhängig davon, ob das beauftragte Labor akkreditiert ist oder nicht, ist die Methode somit nicht Bestandteil unserer Akkreditierung. Der jeweilige Unterauftragnehmer kann im LABOR abgefragt werden.)

Hg-Amalgam ist eine Legierung aus Quecksilber (ca. 50 %), Silber, Kupfer, Zinn und Zink. Quecksilber kann als elementarer Hg-Dampf über die Atemluft sowie in ionisierter Form durch Abrieb von Zahnfüllungen gastrointestinal aufgenommen werden. Das Ausmaß der Quecksilberbelastung hängt von der Qualität und dem Alter der Füllungen, der Speichelzusammensetzung, Mundhygiene und mechanischer Belastung ab. Amalgamstaub wird akut nicht bzw. unwesentlich resorbiert. Die gesundheitsschädliche Bedeutung des Hg-Amalgams in Zahnfüllungen ist umstritten. Die Gesamtaufnahmemenge an Quecksilber wird wesentlich durch die Nahrungsmittelbelastung bestimmt. Der unbedenkliche Bereich bei beruflicher Exposition wird deutlich höher angegeben als er bei Amalgamträgern beobachtet wird.

REFERENZBEREICH
EDTA-Blut
Erwachsene 2.0 μg/l
Urin
Erwachsene 1.4 μg/l
Beurteilungswerte bei Quecksilber-Exposition (Hg metallisch/anorganisch)
BAT-Wert 25 μg/g Kreatinin