Lymphknotenschwellungen


Viele Ursachen von Lymphknotenschwellungen können eine lokale/regionale oder eine generalisierte Lymphadenopathie (mindestens 3 nicht benachbarte Lymphknoten-Stationen) bedingen. Eine generalisierte Lymphadenopathie wird oft gefunden bei EBV, Cytomegalie, Toxoplasmose, HIV und anderen viralen Infektionen, SLE und Sharp- Syndrom, akuten und chronischen lymphatischen Leukämien und bei malignen Lymphomen.

Ursachen lokaler/regionaler Lymphadenopathie:
- Okzipital: Kopfhautinfektionen
- Präaurikulär: Konjunktivitis, Katzenkratzkrankheit
- Nuchal: EBV, Röteln, andere virale Erkrankungen, infektiöse Lungenerkrankungen, Mundläsionen, Zahninfektionen, metastasierende Kopf-/Hals-Malignome, Mamma-, Lungen- oder Schilddrüsenkarzinom
- Supraclaviculär/Scalenus: Toxoplasmose, Tuberkulose, Sarkoidose, intrathorakale/retroperitoneale Lymphome, andere Malignome, Gastrointestinal- Tumore, Mamma-, Lungen- oder Urogenitalkarzinome
- Axillär: Infektion oder Verletzung der ipsilateralen oberen Extremität, Melanome, Lymphome, Mamma-Karzinom
- Inguinal: Infektionen oder Verletzungen der unteren Extremitäten, Geschlechtskrankheiten (Lymphogranuloma venereum, Lues im Primärstadium, Herpes genitalis, weicher Schanker), Lymphome, metastasierendes Rektum- oder Urogenitalkarzinom, metastasierende Malignome der unteren Extremität (Melanome)
- Mediastinal: bei jüngeren Patienten v.a. EBV, Sarkoidose, ggf. Histoplasmose, Tuberkulose; bei älteren Patienten Lungenkarzinom, Lymphome, Tuberkulose, Pilzinfektionen, Sarkoidose
- Intraabdominal/retroperitoneal: Lymphome, evtl. Tuberkulose, bei jungen Männern Keimzelltumore