Lithium (Li)


Probenmaterial

Serum - 0.5 ml

  • Vacutainer ohne Trenngel
  • Monovette ohne Trenngel
12 Stunden nach der Abenddosis. Wegen der langsamen Verteilung von Lithium im Körper ist eine Blutabnahme früher als 12 Studen nach der letzten Dosis nicht induziert. Blutabnahme eine Woche nach dem Therapiebeginn, wöchentlich während des ersten Monats, danach monatlich oder je nach klinischer Indikation.

Indikation
Therapiekontrolle

Methode
AAS

Bearbeitungsfrequenz
werktäglich (Mo - Fr)

Nachforderung
nur am Tag der Einsendung möglich

Einflussgrössen
eingeschränkte Nierenfunktion, Hyponatriämie und Dehydratation (körperliche Anstrengung kann bei heißem Wetter zu heftigem Schwitzen und Hyponatriämie führen), gleichzeitige Gabe von Thiaziddiuretika (vermindert die renale Ausscheidung), Tetracyclin, Spectinomycin, Metronidazol führen zu erhöhter Retention. Salz- oder Wasserbelastung erhöhen die renale Ausscheidung.

Therapeutischer Bereich
Erwachsene bis 65 J 0.5 - 1.2 mmol/l
Für die Prophylaxe ist meist ein Serumspiegel von 0.5 - 0.8 mmol/l ausreichend
Altersabhängig nimmt die Eliminationshalbwertszeit zu. Bei älteren Patienten (über 65 Jahre) ist erfahrungsgemäß eine niedrigere Dosis für die gleiche Wirksamkeit ausreichend
(AGNP-Leitlinie 2017).

Toxischer Bereich
über 1.2 mmol/l (AGNP-Leitlinie 2017).
Alarmgrenze über 1.5 mmol/l (sofortige Benachrichtigung per Telefax/SMS)

Pharmakokinetik
Eliminationshalbwertszeit: 14 - 30 h

Erhöhte Toxizität: gleichzeitige Phenytoin-, Phenylbutazon-, Methyl- Dopa-Behandlung, alkohol- und koffeinhaltige Getränke
Nebenwirkungen: Hypercalcämie, Hypokaliämie, Hypothyreose (Lithium hemmt die Schilddrüsenhormon-Freisetzung. Schilddrüsen-Funktion in 4-monatlichen Zeitabständen oder bei klinischer Indikation kontrollieren).
Intoxikation:
SYMPTOME BEI LITHIUMINTOXIKATION
Muskelzuckungen, Ataxie und Schläfrigkeit 1.5 - 2.5 mmol/l
Erbrechen, Krampfanfälle, Dehydratation 2.5 - 3.5 mmol/l
komatöse Zustände, potentiell tödlich > 3.5 mmol/l