fetaler Rhesus-Faktor D (<p> NIPT-RHD </p>)


Probenmaterial

EDTA-Blut - 7.5 ml

  • Monovette mit EDTA
Mütterliches Blut: eigenes großes und vollständig gefülltes Abnahmeröhrchen (7,5 ml EDTA): ausreichende Menge, direkte Abnahme ohne Umfüllen wegen DNA-Kontaminationsgefahr

Methode
realtime PCR

Nachforderung
nicht möglich

Bewertung
Bewertung
Positives Ergebnis, ca. 60% der Fälle Im mütterlichen Plasma wurde fetale DNA und dabei das Merkmal RhD positiv detektiert. Die Gabe einer Rh-Prophylaxe ist weiterhin notwendig.
Negatives Ergebnis, ca. 40% der Fälle Im mütterlichen Plasma wurde fetale DNA und dabei das Merkmal RhD positiv nicht detektiert. Die Gabe einer Rh-Prophylaxe ist aufgrund des Befundes nicht mehr notwendig.
Unklares Ergebnis, Einzelfälle Im mütterlichen Plasma konnte kein eindeutiger Nachweis der fetalen DNA und /oder des RhD-Merkmals erbracht werden, Wiederholung der Untersuchung empfohlen. Die Gabe der Rh-Prophylaxe ist weiterhin notwendig.

DIESE UNTERSUCHUNG WIRD IN EINEM FREMDLABOR DURCHGEFÜHRT
Unterauftrag (Analyse wird in einem auswärtigen Labor durchgeführt. Unabhängig davon, ob das beauftragte Labor akkreditiert ist oder nicht, ist die Methode somit nicht Bestandteil unserer Akkreditierung. Der jeweilige Unterauftragnehmer kann im LABOR abgefragt werden.)

Nicht invasive Pränatale Diagnostik des fetalen RhD-Faktors bei Rhesus-negativen Müttern
Bisher erhalten alle RhD negativen Schwangere ohne Anti-D-Antikörper in der 28.-30. Schwangerschaftswoche eine Standarddosis (um 300 μg) Anti-D-Immunglobulin als „Rhesusprophylaxe, um möglichst bis zur Geburt eine Sensibilisierung der Schwangeren zu verhindern. Die Bestimmung des fetalen Rh-D aus dem Plasma der Mutter ermöglicht eine gezielte Rhesusprophylaxe nur noch bei RhD-positiven Feten (ca. 60% der Fälle). Dadurch wird die unnötige Rhesusprophylaxe bei RhD-positiven Feten (ca. 40% der Fälle) vermieden. Die Regelung wurde vom G-BA im August 2020 in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen und wurde zum 01.07.2021 Eine zuverlässige Diagnose des fetalen RhD-Status und die entsprechende Beratung der Mutter sind nur möglich bei:
- RhD-negativen Schwangeren
- Ein-Kind-Schwangerschaft, nicht bei Zwillings- oder Mehrlingsschwangerschaften
- frühestens ab der 12. Schwangerschaftswoche, jedoch ideal kombinierbar mit dem Antikörper-Suchtest zwischen der 24.-27. Schwangerschaftswoche.
-begleitende Beratung durch die/den Frauenärztin / Frauenarzt (Voraussetzung: Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung durch die Landesärztekammer) EBM GOP 01788
-eigenes großes und vollständig gefülltes Abnahmeröhrchen (7,5 ml EDTA): ausreichende Menge, direkte Abnahme ohne Umfüllen wegen DNA-Kontaminationsgefahr
-Einwilligung nach dem Gendiagnostikagesetz