Calcitonin (hCT)


Probenmaterial

Serum - 0.5 ml

  • Vacutainer
  • Monovette mit Trenngel für Serum

Indikation
szintigraphisch kalte Schilddrüsenknoten; unklare CEA-Erhöhungen; therapierefraktärer Durchfall (häufig mit C-Zell-CA assoziiert); Familienscreening beim hereditären medullären SD-Karzinom, auch bei multipler endokriner Neoplasie Typ 2 (MEN 2); Verlaufskontrolle postoperativ; Lokalisationsdiagnostik

Methode
LIA

Bearbeitungsfrequenz
werktäglich (Mo - Fr)

Nachforderung
nicht möglich

Calcitonin wird von den C-Zellen der Schilddrüse sezerniert und ist ein spezifischer und sensibler (insbesondere im Rahmen der Pentagastrin- Belastung) Marker des medullären SD-Karzinoms (C-Zell-CA).
Bewertung: Präoperativ: bei Werten über 100 ist ein C-Zell-Karzinom wahrscheinlich, über 500 nahezu sicher. Bei kleinen Tumoren (hCT bis 1000 ng/l) findet sich bisweilen kein Tumorkorrelat mit bildgebenden Verfahren. Lokalisationsdiagnostik durch differenzierte Bestimmung nach Venenkatheterisierung möglich. (Geringgradige) Erhöhungen, die nicht durch ein C-Zell-CA bedingt sind: C-Zell-Hyperplasie, insbesondere bei Autoimmunthyreoiditis; Niereninsuffizienz
Postoperativ: Patienten mit Werten im Referenzbereich bei nicht stimulierbarem Calcitonin im Pentagastrin-Test gelten als geheilt. Bei persistierender Erhöhung: Tumorpersistenz oder Metastasen anzunehmen; die Höhe des Calcitonins korreliert mit der Tumormasse.
Familienscreening: siehe Pentagastrin-Stimulationstest

REFERENZBEREICH
4.8 ng/l
11.8 ng/l