Prä- und Postanalytik

Versandmaterial

Materialien für die Probenahme und den Versand fordern Sie bitte mit der Anforderungskarte im LABOR an.

Eilige Wünsche teilen Sie uns bitte telefonisch mit (089/450 917-246 oder 0951-8699-103). Bestellungen sind auch hier möglich.

FARBIGE MARKIERUNG DER PROBENRÖHRCHEN
Probenmaterial Farbe der Röhrchendeckel
BD-Vacutainer Sarstedt-Monovette
Vollblut ohne Gel (für
Medikamentenspiegel)
rot weiß
Serum mit Gel gelb braun
Citratblut für Gerinnung hellblau grün
Blut für Spurenelemente blau (ohne Zusätze) orange (Li-Heparin)
Blut für Aluminium grün (Plastik, Li-Heparin) orange (Li-Heparin)
EDTA-Blut violett rot
Glucose-Röhrchen grau (NaF/K-Oxalat) gelb (NaF)

Für Blutentnahmen bei Säuglingen und Kleinkindern gibt es spezielle Röhrchen mit geringerem Probenvolumen. Für z.B. Synovialanalysen stehen spezielle Röhrchen zur Verfügung. Urin-Sammelgefäße (3 Liter-Gefäße) werden vom LABOR bei Bedarf mit entsprechenden Zusätzen vorbereitet. 

Auftragsformulare

  • Kassenpatienten (RVO/Ersatzkassen): „Überweisungs-/Abrechnungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen als Auftragsleistung“ (weißes Papier, rote Schrift, schwarze „10“ oben rechts) bzw. für Mitglieder der Kassenärztlichen Laborgemeinschaft 32.2 das Muster 10A „Anforderungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen bei Labor­gemeinschaften“. Untersuchungen bitte einzeln und gezielt anfordern, keine Sammelbegriffe wie z.B. „Hepatitis-Serologie“ oder „pathogene Keime im Stuhl“ verwenden. Für häufige Untersuchungsprofile stellt Ihnen das LABOR Stempel zur Verfügung. Durch einfaches Durchstrei­chen nicht durchzuführender Analysen können Sie den gewünschten Untersuchungsumfang festlegen. Ggf. zutreffende Ausnahmeziffer (Ziffer 32005 - 32023) eintragen.
  • Selbstzahler: Das LABOR stellt Formulare zur Verfügung mit La­borparametern in systematischer oder alphabetischer Reihenfolge (zum Ankreuzen) oder Auftragsformulare ohne vorgedruckte Untersuchungen bzw. speziell auf Ihr Anforderungsprofil zugeschnittene Anforderungs­scheine. Ggf. bitte Besonderheiten bezüglich der Abrechnung angeben.
  • Online-Anforderung: Unser Online-Laboranforderungssystem QuickPrax ist ein Programm, das sich in Ihre Praxissoftware einbindet und von dieser aufgerufen wird. Einmal gestartet, übernimmt es ausgewählte Patienten- und Auf­tragsdaten und erlaubt auf farblich gegliederten Bildschirmmasken die schnelle und unkomplizierte Anforderung von Laboruntersuchungen. Nach Eingabe des Auftrags werden über einen kompakten Barcode­drucker aus dem LABOR geeignete Klebeetiketten für die Abnahme­materialien gedruckt. Gleichzeitig legt das System damit deren Art und Anzahl fest. Sie erkennen also sofort, welche Materialien das LABOR zur Durchführung der ausgewählten Untersuchungen benötigt. Auf Knopfdruck übermittelt das System anschließend den gesamten Auftrag incl. Patientendaten auf elektronischem Weg (Internet) verschlüsselt an den Laborrechner. Sobald die Materialien dort ankommen, werden sie mit den bereits übermittelten Daten verbunden und abgearbeitet. Die Vorteile liegen auf der Hand: Eindeutige Auftragsdefinition, automatische Auswahl des richtigen Materials, Schnelligkeit, Datensicherheit, Vermeidung von Verwechslungen und ständige Informationen über den Stand der Bearbeitung.


Angaben zum Patienten auf dem Begleitschein
Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Einsender/Krankenhaus (einsendende Station), Kostenträger, ggf. Adresse des Patienten, Datum und Uhrzeit der Probenabnahme (z.B. bei Medikamentenspiegeluntersuchungen, Blutkulturen obligat), ggf. Art und Lokalisation der Probenabnahme, Antibiotikagabe (ggf. welches und bis wann, v.a. bei bakteriolo­gischen Untersuchungen), Diagnose oder Fragestellung und weitere relevante Informationen:

  • letzte (auch parenterale) Nahrungsaufnahme
  • Körpergewicht und Körpergröße
  • bei quantitativer Urindiagnostik Sammelzeit und -volumen
  • bei Hormonanalytik Zyklustag, Schwangerschaftswoche
  • für Blutgruppenserologie Blutgruppe (falls bekannt), Antikoagulantien, Plasmaexpander, Bluttransfusionen, Immunprophylaxe (z.B. Gabe von anti-D mit Datum), ggf. Schwangerschaftswoche
  • bei serologischen Untersuchungen Vorbefunde, Impfungen, Gabe von Immunglobulinen
  • für Medikamentenspiegel Angabe zu Dosis und Häufigkeit der Medi­kamenten-Einnahme, ggf. andere Medikamente


Falsche oder fehlende Angaben (v.a. bei Geschlecht und Geburtsdatum) führen evtl. zur Zuordnung falscher Referenzbereiche.

Bei genetischen Untersuchungen, Patientenaufklärung und Einwilligung (s. Probenahme).

Probenkennzeichnung
Jedes Untersuchungsmaterial muss eindeutig einem Untersuchungsauftrag und damit einem Patienten zugeordnet werden können. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Barcode-Etiketten: Den Untersuchungsauftrag und die Patientenprobe(n) mit Barcode-Etiketten am oberen Rand des aufgestellten Röhrchens bekleben (Bal­ken waagerecht). Diese Barcode-Nummern enthalten Ihre im Labor verwendete Arztnummer und aufsteigende Patientennummern. Hefte mit diesen Etiketten werden nach Ihrer Anforderung vom LABOR gedruckt und Ihnen zugesandt. Für jede Probenentnahme eine Barcodenummer (auch mit mehreren Mate­rialien) verwenden. Auch z.B. Belastungstests, Clearance-Untersuchungen mit Serum und Urin oder Chlamydien-PCR im Rahmen der Mutterschaftsvorsorgeuntersuchungen unter einer Barcodenummer einsenden. Übrig gebliebene Barcode-Etiketten eines einmal verwendeten Etikettensatzes nicht mehr benutzen. Bei Aufträgen für das Labor dieselbe Barcode-Nummer nicht für verschiedene Patienten oder zeitlich verschiedene Probenentnahmen bei einem Patienten verwenden.
  • Mikrobiologie: Bei Materialien für die Mikrobiologie bitte stets jedem Material eine eigene Barcodenummer geben und von jeder vergebenen Barcodenummer ein weiteres Etikett auf den gemeinsamen Untersuchungsauftrag des Patienten kleben.


Beschriftung
Alternativ, wenn keine Barcode-Etiketten vorhanden sind, Probenröhrchen und Untersuchungsauftrag mit Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Patienten beschriften.

Probenahme

Venöse Blutentnahme

  1. Röhrchen und Untersuchungsauftrag vorbereiten und vor der Blutent­nahme mit Barcode bekleben oder beschriften. NICHTS VERWECH­SELN!
  2. Spezielle Untersuchungsmaterialien (z.B. abgetrenntes EDTA- bzw. Heparin-Plasma) mit der Art des Materials beschriften.
  3. Bei Abnahme mehrerer Röhrchen bei Funktionstests oder Tagesprofilen die einzelnen Röhrchen zusätzlich beschriften (z.B. 0‘, 60‘, 120‘), ggf. auch mit Datum.
  4. Blutentnahme am liegenden Patienten, bei ambulanten Patienten im Sitzen.
  5. Langes Stauen vermeiden, kein „Pumpen“ mit der Faust.
  6. Blut nicht aus i.v.-Kathetern abnehmen, auch bei proximaler Abnahme von der liegenden Infu­sionen können Laborwerte verfälscht werden; Blutentnahme am kontralateralen Arm.
  7. Reihenfolge der Röhrchen bei der Blutentnahme:
    zuerst - Blutkultur
    danach - Vollblut ohne Zusätze
    danach - Vollblut in Röhrchen mit Gel (Serum)
    danach - Citratblut (für Gerinnungsuntersuchungen)
    danach - Heparinblut
    danach - EDTA-Blut
    danach - Glucose-Röhrchen (NaF bzw. Jodacetat)
  8. Sobald Blut in das/die Röhrchen einfließt, Stauung lösen.
  9. Röhrchen mit Antikoagulantien möglichst genau bis zur Markierung füllen, damit das Mischungsverhält­nis von Blut und Antikoagulantien stimmt. Röhrchen sofort nach der Entnahme (unmittelbar nach Entfernen des Röhrchens von der Kanüle/Kupplung) über Kopf schwenken (nicht schütteln)
  10. Kein Wiederaufsetzen der Kappe auf die Punktionsnadel („recapping“), sondern die Nadel in einen geeigneten bruchsicheren Behälter abwerfen. Die Behälter werden vom LABOR zur Verfügung gestellt und auch entsorgt.
  11. Interne Dokumentation (EDV, Krankenblatt) des die Blutentnahme durchführenden Mitarbeiters

Gewinnung von Serum/Plasma
Serum: Blut in Röhrchen mit Gel abnehmen. 30 - 45 Minuten (nicht länger als 2 Stunden) aufrecht stehend gerinnen lassen und anschlie­ßend 10 - 15 Minuten bei 2000 - 2500 g zentrifugieren. Serum im Röhrchen belassen, wenn für die geplante Untersuchung nicht anders angegeben.

EDTA- bzw. Heparin-Plasma: Blut in EDTA- bzw. Heparinröhrchen abnehmen, über Kopf schwenken und anschließend 10 - 15 Minuten bei 2500 - 3000 g zentrifugieren. Überstand abheben, in ein leeres Röhrchen ohne Zusätze überführen und Röhrchen mit der Art des Materials beschriften.

Citratplasma (für Gerinnungsanalysen): Blut in Citratröhrchen (3.2% Citrat) abnehmen, über Kopf schwenken. Das Blut kann sofort zentri­fugiert werden (15 min bei mindestens 1500 g). Plasma unter strenger Schonung der Zellschicht abheben und in ein Röhrchen ohne Zu­sätze überführen. Wenn die geplante Untersuchung nicht am selben Labortag durchgeführt werden kann, Plasmaprobe bei mindestens -18°C tieffrieren.

g = 1,118 x 10-5 x Radius x (Umdrehungen/Minute)2 (Radius in cm, gemessen von der Mitte der Zentrifuge bis zum Boden des Zentrifugenröhrchens).

Blutausstrich
1 - 2 dünne Ausstriche aus Nativblut (aus der Fingerbeere) anfertigen, vollständig trocknen lassen und beschriften. In spezieller Schutzhülle versenden.

Urin

  • Spontanurin: Angabe der Ergebnisse als Konzentration oder als Aus­scheidung pro g Kreatinin.
  • Sammelurin: Angabe als Ausscheidung pro Tag. Für einige Tests gibt es nur Referenzbereiche für die Ausscheidung pro Tag, v.a. für Labor­parameter mit zirkadianer Rhythmik der Ausscheidung (siehe Angaben zu den einzelnen Untersuchungen).
  • Urinkultur: Urin in Spezialröhrchen mit Borsäure für Kultur mit Keimzahlbestimmung


Die meisten Untersuchungen werden aus Urin ohne Zusätze durchge­führt; bei einigen Tests werden zur Stabilisierung Zusätze verwendet. Zusätze zur Stabilisierung von Sammelurin

9 ml 20% HCl:
Magnesium, Oxalsäure, Citrat, Dopamin, HVS, Katecholamine, Metanephrine, VMS, HIES, Calcium

5 g Natriumhydrogencarbonat:
Porphyrine

Gewinnung von 24-Stunden-Sammelurin:
Ersten Morgenurin verwerfen. Dann die Tagesmenge zusammen mit dem ersten Morgenurin des nächsten Tages in 3 l-Gefäßen (ggf. mit dem bereits vorgelegten Zusatz) sammeln. Urin in dieser Zeit gekühlt und vor Licht geschützt lagern. Gesamten Urin gut mischen, Gesamtmenge messen und auf dem Untersuchungsauftrag angeben. Benötigte Teilmenge in Röhrchen (30 ml) überführen und ins Labor senden.

Molekularbiologische Erregernachweise
Zum Ausschluss einer Kontamination bei der Probenahme Handschuhe tragen. Für molekularbiologische Untersuchungen separates Probenmaterial einsenden.

PROBENMATERIALIEN FÜR MOLEKULARBIOLOGISCHE ERREGERNACHWEISE
Abstriche trockener Abstrich (ohne Transportmedium, keine Gelröhrchen) oder
eigens für den Test zur Verfügung gestellte Transportflüssigkeit
EDTA-Blut separates Röhrchen (nicht öffnen, nicht aliquotieren, nicht umfüllen)
Urin Urinmonovette ohne Stabilisator verwenden
anderes Material
(z.B. Trachealsekret, BAL, …)
sterile, gut verschlossene Einmalgefäße

Probenahme für gynäkologische Zytologie

siehe Zytologie

 

Probenahme für das Neugeborenen-Screening

siehe Neugeborenen-Screening

Genetische Untersuchungen

Patientenaufklärung:
Das Gendiagnostikgesetz (GenDG) gibt vor, dass eine genetische Unter­suchung nur vorgenommen werden darf, wenn der Patient gegenüber dem anfordernden Arzt in die Untersuchung und die Gewinnung der dafür erforderlichen Probe ausdrücklich und schriftlich eingewilligt hat. Vor Einholung der Einwilligung hat die verantwortliche ärztliche Person die betroffene Person über Wesen, Bedeutung und Tragweite der genetischen Untersuchung aufzuklären (Zweck, Art, Umfang, Aussagekraft, gesundheitliche Risiken).

Wir unterstützen Sie bei der Aufklärung der Patienten im Sinne des Gendiagnostikgesetzes. Zu häufigen humangenetischen Untersu­chungen haben wir Patienteninformationen zur Unterstützung des Aufklärungsgespräches erstellt, die wir Ihnen zur Verfügung stellen. Außerdem gibt es einen Vordruck für die Patienten-Einverständniser­klärung. Die Patienteninformation dient zusätzlich als Protokoll, da die verantwortliche ärztliche Person den Inhalt der Aufklärung vor der genetischen Untersuchung zu dokumentieren hat.


Das Labor darf die genetische Analyse nur vornehmen, wenn ein Nach­weis der Einwilligung vorliegt. Dieses kann eine Kopie der Patienten-Einwilligungserklärung sein (bitte mit Ihrem Praxisstempel und der Barcode-Nummer des jeweiligen Laborauftrages versehen), die Sie dem Auftrag beilegen. Sie können aber auch den Überweisungs­schein mit einem Aufkleber „Schriftliche Einwilligung gemäß §8 Abs.1 GenDG liegt vor“ versehen (beim Materialversand anfordern). Falls Sie Ihre Laboranforderungen elektronisch erstellen (Order/Entry bzw. QuickPrax), wird der Rechner das Vorliegen der Erklärung abfragen.

Leitet Herunterladen der Datei einPatienten-Einwilligungserklärung

PROBENMATERIALIEN FÜR GENETISCHE UNTERSUCHUNGEN
EDTA-Blut separates Röhrchen (nicht öffnen, nicht aliquotieren, nicht umfüllen)
Abstriche trockener Abstrich (ohne Transportmedium, keine Gelröhrchen) von
der Wangenschleimhaut. Tupfer drehen und mehrfach auf und ab
bewegen.

Probenlagerung vor der Analyse

Bitte auch Hinweise bei den einzelnen Testen beachten.

LAGERUNG VON PROBEN
Material Temperatur
Vollblut (unzentrifugiert) Raumtemperatur
Serum Kühlschrank 4 - 8 °C
Citrat Raumtemperatur
Citrat-Plasma tiefgefroren unter -18 °C
EDTA Raumtemperatur
NaF/K-Oxalat bzw. NaF Raumtemperatur
Hämolysat Raumtemperatur
Urin dunkel, Kühlschrank 4 - 8 °C
Liquor, Punktat Raumtemperatur (SOFORT ins LABOR)
LAGERUNG MIKROBIOLOGISCHER PROBEN
Material Temperatur
Abstrichtupfer (1) Raumtemperatur
Blutkultur (aerobe und anaerobe Flasche mit
einer Barcode-Nummer)
Raumtemperatur (SOFORT ins LABOR)
Sputum Kühlschrank 4 - 8 °C
Urin Kühlschrank 4 - 8 °C
Urin mit Stabilisator Raumtemperatur
Urikult (2) sofort 24 h bei 35 °C bebrüten
Stuhl Kühlschrank 4 - 8 °C
Biopsien (3) Raumtemperatur
Punktate (4) Raumtemperatur
Liquor (5) Raumtemperatur (SOFORT ins LABOR)
Tracheal-/Bronchialsekret, BAL Kühlschrank 4 - 8 °C
Magensaft (6) Raumtemperatur
(1) gyn. Abstriche zur Mykoplasmen Diagnostik: Transportmedium bei 48 h bei 4 - 8 °C
(2) maximale Transportdauer 48 h
(3) Anaerobiertransportmedium für H. pylori-Nachweis gekühlt innerhalb von 4 h ins LABOR
(4) Perikardflüssigkeit und Material für Pilzkulturen Kühlschrank 4 - 8 °C
(5) für Reiberschema Kühlschrank 4 - 8 °C
(6) Na3PO4-Puffer-Röhrchen verwenden

Probentransport

Für den Versand mit der Post verwenden Sie bitte die LABOR-Versandkartons mit dem Aufdruck:

BIOLOGISCHER STOFF, KATEGORIE B
BIOLOGICAL SUBSTANCE, CATEGORY B

Probenröhrchen in bruchsicherer Schutzhülle mit Saugeinlage gemein­sam mit dem Untersuchungsantrag im Versandkarton verschicken. Auf die Leerungszeiten des Briefkastens achten, so dass die Probe noch am gleichen Tag befördert wird. Proben mit eingeschränk­ter Stabilität nicht vor Wochenenden oder Feiertagen versenden. Die LABOR-Tüten sind nicht für den Postversand zugelassen. Sie können nur zur Abgabe von Untersuchungsmaterial im LABOR verwendet oder mit Fahrdiensten transportiert werden.

Der Abholdienst des LABORs kann die Proben schneller transportieren als die Post und stellt auch die Befunde und das Versandmaterial zu. Für den Transport von Blutproben mit dem Abholdienst stellt das LABOR geeignete Behälter zur Verfügung, in die Probenröhrchen einsortiert werden können. Infektiöses Material bitte als „infektiös“ kennzeichnen. Wenn Sie einen regelmäßigen Abholdienst wünschen, rufen Sie uns bitte an. Individuelle Wünsche bei den Abholzeiten be­rücksichtigen wir gerne.

Für den Transport von eiligen Proben mit dem Abholdienst verwenden Sie die roten „Bitte Sofort“-Umschläge. Probe(n) und Untersuchungsauftrag/Überweisungsschein und ggf. Transportkasten mit „Eilt sehr“-Etiketten kennzeichnen.

Ein Transport von temperaturempfindlichen Proben in gefrorenem Zustand ist möglich mit Kühlbehältern, die Sie im LABOR anfordern können. Probe und Transportbehälter im Tiefkühlschrank bei -20 °C einfrieren und in der Styropor-Transporthülle verpackt vom Abholdienst ins LABOR bringen lassen. 

Einflussgrößen und Störfaktoren

Einflussgrößen (bitte Hinweise bei den einzelnen Tests beachten)

Der Einfluss von Alter und Geschlecht auf Laborwerte wird bei einer Reihe von Tests durch spezifische Referenzbereiche berücksichtigt. Weitere Faktoren sind u.a.

  • Biorhythmen / Tagesrhythmik
  • Zeitpunkt der Probenentnahme
  • Nahrungsaufnahme
  • längeres Fasten
  • Stress, mangelnde Ruhe vor der Blutentnahme
  • Bettruhe
  • Medikamente
  • Schwangerschaft
  • Rauchen
  • körperliche Belastung
  • diagnostische Maßnahmen

 
Störfaktoren (bitte Hinweise bei den einzelnen Tests beachten)

  • zu langer Venenstau
  • unzureichendes Füllen von Citrat- und EDTA-Röhrchen
  • ungenügendes Mischen von Citrat-, EDTA-, Heparin- und Urinproben
  • Gerinnsel in der Probe
  • Hämolyse
  • Ikterus
  • Lipämie
  • Kontamination aus der Umwelt bei Spurenelementen
  • Lichtexposition
  • zu lange Lagerung der Probe vor der Analyse
  • Kristallbildung in Urinproben
  • Urinreste im Eintauchnährboden

Bearbeitungszeit / Referenzbereiche

Bearbeitungszeit
In der Regel werden die Tests am Tag des Eingangs im Labor bearbeitet und fertig. Wenige Tests benötigen zwei oder mehr Tage. Seltene Tests werden nicht jeden Tag durchgeführt. Die aktuellen Probenbearbeitungszeiten können im LABOR abgefragt werden. An Unterauftragnehmer vergebene Aufträge sind auf dem Befundbericht gekennzeichnet. Der Ersteller des jeweiligen Ergebnisses wird auf Anfrage mitgeteilt.

Referenzbereiche:
Zu allen Untersuchungen werden die gültigen Referenzbereiche ggf. alters- und geschlechtsspezifisch angegeben. 

Zu jeder Untersuchung wird auf dem Befund das zugehörige Untersuchungsmaterial angegeben.

KENNZEICHNUNG DES UNTERSUCHTEN PROBENMATERIALS AUF DEM BEFUND
Abkürzung Ausführlicher Materialname
Ab Abstrich
Au Ausstrich
C Citrat-Plasma
D Dialysat
DT Dicker Tropfen
E EDTA-Blut
EP EDTA-Plasma
F Faeces/Stuhl
Fw Fruchtwasser
Ge Gewebe
Gl Röhrchen für Glucose
H Heparin-Blut
Hämolysat
HP Heparin-Plasma
Lav Bronchoalveoläre Lavage
Li Liquor
MM Muttermilch
MS/P Metallanalytik-Röhrchen Serum/Plasma
P Plasma
Pu Punktat
S Serum
Sa Saliva
Se Sekret
Sp Sperma
St Stein
U Urin
U24 24-Stunden-Sammelurin

Nachforderungen
Serumproben werden fünf Werktage lang aufbewahrt, so dass evtl. Un­tersuchungen von Ihnen nachgefordert werden können. Bei einigen Parametern sind Nachforderungen aber leider nicht möglich.

Befundübermittlung / Alarmgrenzen

Die Befunde werden Ihnen per Brief (mit dem Fahrdienst oder auf dem Postweg), per Fax, per Datenfernübertragung (DFÜ) und/oder online mitgeteilt (Online-Labor-Befundübermittlungssystem Quickbef). Quickbef ist ein Online-Programm, das aktuelle Befunde in ausführlicher und kumulativer Form übermittelt. Messwerte können dabei graphisch angezeigt werden.

Auffällige Analysenergebnisse werden nach Kriterien, die für jeden einzelnen Parameter im LABOR festgelegt wurden, ggf. durch eine nochmalige Messung kontrolliert. Erst danach erfolgt die analytische Freigabe dieser Ergebnisse. Kontrollierte Werte erkennen Sie durch die Markierungen „ko“ auf den ausführlichen Befunden bzw. „k“ auf den Kumulativbefunden hinter dem betreffenden Wert.

Folgende Medikamentenspiegel werden sofort nach Erstellung gefaxt:

  • Carbamazepin
  • Everolimus
  • Sirolimus
  • Tobramycin
  • Cyclosporin
  • Gentamicin
  • Tacrolimus
  • Valproinsäure
  • Digitoxin
  • Mycophenolat
  • Theophyllin
  • Vancomycin
  • Digoxin
  • Phenytoin    


Erhöhte (positive) beta-HCG-Werte werden sofort per Telefax oder Telefon übermittelt.

Werte von Laborparametern außerhalb der Alarmgrenzen werden Ihnen sofort per Fax mitgeteilt.

Alarmgrenzen siehe hier