HPV (humane Papillomaviren) (DNA-Nachweis)

Erreger-Direktnachweis
Indikation:
Abklärung zytologischer Befunde ab Gruppe II der Münchner Nomenklatur III bei Frauen ab dem Alter von 30 Jahren, Inhalt des Primärscreenings bei Frauen ab dem Alter von 35 Jahren, Therapiekontrolle nach Konisation, Ausschluss einer HPV-Infektion
Methode:
Multiplex- Ansatz mit spezifischen PCR-Reaktionen für die folgenden sogenannten „high risk“-Papillomaviren: 16, 18, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59, 66 und 68. Damit werden alle nach WHO (IARC)-Klassifikation in die humankarzinogene Gruppe 1 eingeteilten HPV-Typen mit höchster Sensitivität detektiert.
HPV 16 und HPV 18 werden in separaten Detektionskanälen erfasst und können daher einzeln befundet werden.
Probenmaterial:
Zervixabstrich
Histobrush in Transportmedium auswaschen oder Abstrichtupfer in PCR-Transportflüssigkeit; entsprechende Abnahmesets können angefordert werden
Innerhalb der inzwischen weit über 100 bekannten Typen von humanen Papillomaviren infiziert eine kleine Gruppe den Anogenitaltrakt und ist für zervikale Dysplasien verantwortlich, wobei das kanzerogene Potential der einzelnen HPV-Typen verschieden ist.
Die vom Test erfassten HPV-Typen sind mit einem hohen Risiko für höhergradige zervikale intraepitheliale Neoplasien (Dysplasien) und das Zervixkarzinom assoziiert ("high risk"-Typen). Aus dieser Gruppe der "high risk"-Typen wird bei CIN III und invasiven Zervixkarzinomen am häufigsten HPV16 nachgewiesen.
Bei wiederholtem Nachweis von "high risk" Papillomaviren besteht bei vorliegender Dysplasie ein erhöhtes Risiko für eine Progression. HPV-Infektionen heilen zum großen Teil, insbesondere bei Frauen unter 30 Jahren, spontan aus.
Bearbeitungsfrequenz:
2 x wöchentlich
Nachträgliche Anforderung:
innerhalb von 5 Werktagen, nur wenn bereits separates Material für eine andere PCR vorliegt
Aktualisiert: 18.02.2020 16:43 Uhr