MERS-CoV (RNA-Nachweis) (Middle East respiratory syndrome coronavirus)


Probenmaterial

BAL -

Sputum -

Bronchialsekret -


Indikation
Eine labordiagnostische Abklärung gemäß Falldefinition des RKI ist indiziert bei:
- Patienten mit respiratorischen Symptomen unabhängig von deren Schwere UND Kontakt mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall
- Patienten mit erfülltem klinischen Bild UND Aufenthalt in einem Land der arabischen Halbinsel in den 14 Tagen vor Erkrankungsbeginn

Methode
realtime RT-PCR

Bearbeitungsfrequenz
werktäglich (Mo - Fr)

Nachforderung
innerhalb von 5 Werktagen, nur wenn bereits separates Material für eine andere PCR vorliegt

Erreger Meldung
Erregermeldung durch das Labor: namentlich an das Gesundheitsamt

Diagnose Meldung
Diagnosemeldung durch behandelnde Ärzte: Personen unter weiterer Abklärung, wahrscheinliche und bestätigte Fälle (Auftreten einer bedrohlichen Krankheit, wenn dies auf eine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit hinweist), namentlich an das Gesundheitsamt

Bei Verdachtsfällen sollten zum Schutz des Personals zusätzlich zu einer erweiterten Basishygiene Atemschutzmasken (FFP1/FFP2) getragen werden. Auch der Patient sollte einen Mund-Nasen- Schutz tragen.
MERS-CoV ist ein 2012 erstmals identifiziertes Virus aus der Familie der Coronaviren. Bislang wurden der WHO laborbestätigte Fälle vor allem aus Saudi-Arabien gemeldet. Die Infektionsquelle scheinen Dromedare zu sein. Wahrscheinlich sind sie nur ein Zwischenwirt, von dem der Erreger sporadisch auf Menschen übertragen wird. Fledermäuse sind wahrscheinlich der primäre Wirt, da bei ihnen häufig Coronaviren gefunden werden.
Die Erkrankung beginnt mit grippeähnlichen Symptomen. Bei schweren Verläufen kann sich eine Pneumonie entwickeln, die in ein akutes Atemnotsyndrom übergehen kann. Ein häufiges Begleitsymptom ist Diarrhoe; außerdem kann es zu Nierenversagen kommen.
Wichtig für eine Risikoeinschätzung ist, dass es bislang keine Hinweise auf eine anhaltende, unkontrollierte Mensch-zu-Mensch-Übertragung gibt. Importierte Krankheitsfälle sind jedoch jederzeit möglich und könnten, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden, zu weiteren Ansteckungen führen.