Erreger- und Resistenzstatistik 2019

Die vorliegende Statistik stellt die aktuelle Resistenzlage wichtiger Infektionserreger dar, die in Einsendungen niedergelassener Ärzte an das Labor Becker & Kollegen im vergangenen Jahr nachgewiesen wurden. Diese regionalen Daten sollen Sie bei der rationalen Auswahl einer empirischen Antibiotikatherapie entsprechend nationaler Leitlinien unterstützen.

Die Beurteilung der Antibiotika-Empfindlichkeit erfolgt gemäß dem Standard des European Committe on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) und erstmals unter Berücksichtigung der Neudefinition der Kategorie „I“. Das heißt, als sensibel werden alle Ergebnisse der Kategorien S (sensibel bei Standarddosierung) und I (sensibel bei erhöhter Dosierung/ Exposition) zusammengefasst.

Die statistische Auswertung erfolgt entsprechend den Definitionen des Netzwerks Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) beim Robert Koch Institut (ein Erregernachweis pro Patient innerhalb von 90 Tagen) und ermöglicht einen Vergleich mit den öffentlich zugänglichen nationalen Referenzdaten. Unsere Testergebnisse fließen auch in die vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) geführte Bayerische Antibiotikaresistenz-Datenbank BARDa ein.

  • In der ersten Tabelle sind Erreger aus allen Materialien mit ihren Resistenzen dargestellt. Im Anschluss finden Sie jeweils die Gruppen der  Untersuchungsmaterialien. Da eine belastbare Aussage zur Resistenzlage erst bei einer ausreichenden Anzahl getesteter Isolate möglich ist (wir haben als Mindestanzahl 35 festgelegt), sind die Tabellen für die einzelnen Materialgruppen kürzer.
  • Die Empfindlichkeit von Candida albicans und C. glabrata gegen Antimykotika ist in einer separaten Tabelle dargestellt. Die Gesamtzahl getesteter Isolate ist gering, da eine Empfindlichkeitsprüfung in der Regel nur bei Hinweisen auf eine invasive Infektion erfolgt, nicht bei Besiedelung, wie sie im Bereich der Schleimhäute häufig zu finden ist.
  • Die Anzahl der Erregernachweise je Materialgruppe ist in der letzten Tabelle zusammengefasst.

Wichtige Hinweise zu einzelnen Indikationen finden Sie in dem Leitfaden für den ambulanten Bereich „Infektionsdiagnostik und orale Antibiotikatherapie bei Erwachsenen“ vom LGL, welcher Ende des vergangenen Jahres herausgegeben wurde. Auf eine detaillierte Darstellung an dieser Stelle haben wir daher in diesem Jahr bewusst verzichtet.

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